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Neufeld an der Leitha
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BW
Neufeld an der Leitha (ungarisch LajtaĂșjfalu; kroatisch Najfelt)cite-ref-1[1] ist eine Stadt mit 3594 Einwohnern (Stand 1. JĂ€nner 2025) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Ăsterreich.
Contents
âą Geografie
âą Nachbargemeinden
âą Geschichte
âą Kohleabbau
âą Textilindustrie
âą Verkehr
âą Bildung
âą Sport
âą Politik
âą Gemeinderat
âą Stadtrat
âą BĂŒrgermeister
âą Wappen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geografie
Geografische Lage
Die Stadt liegt im nördlichen Burgenland am Fluss Leitha nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Neufeld an der Leitha ist der einzige Ort in der Stadtgemeinde. Der nordöstlich gelegene Neufelder See ist ein reizvolles kĂŒnstliches GewĂ€sser, das aus einem ehemaligen Braunkohlebergbau (1807 bis 1932) entstanden ist. Im SĂŒdosten liegt der ebenfalls durch Kohleabbau (1948 bis 1953) entstandene Bauernsee. Die beiden Orte Ebenfurth und Neufeld sind zusammengewachsen und werden nur durch die Leitha getrennt, die hier auch die natĂŒrliche Grenze zwischen Niederösterreich und dem Burgenland bildet. Ebenso schlieĂt der zu Steinbrunn gehörende Ortsteil Steinbrunn neue Siedlung unmittelbar an die Neufelds an und ist fĂŒr Ortsunkundige nur an den Ortstafeln zu erkennen.
Nachbargemeinden
Geschichte
Es wurden frĂŒhestbronzezeitliche Bestattungen vom Typ Leithaprodersdorf-Gruppe (2300 bis 2000 vor Christus) gesichert, dieser Fund markiert der Beginn der Neufelder Urgeschichte. Aus dem Zeitraum 1600 bis 1300 vor Christus stammte ein mittelbronzezeitliches Kriegergrab mit Rapierschwert. Ein spĂ€tbronzezeitliches GrĂ€berfeld mit einem seltenen BogenschĂŒtzengrab (Ă€ltere Urnenfelderkultur 1200 bis 1050 vor Christus) wurde an der Westseite des Bauernsees gefunden, zeitlich lĂ€sst sich dieser Fund zwischen 1300 und 750 vor Christus einordnen. Die Ausdehnung des GrĂ€berfeldes lĂ€sst auf eine Ansiedlung schlieĂen. Den Beginn der Herausbildung eines keltischen Kulturraumes östlich der Leitha zeigt ein frĂŒhlatĂšnezeitliches Kriegergrab (450 bis Christi Geburt). Das Institut fĂŒr Ur- und FrĂŒhgeschichte der UniversitĂ€t Wien untersuchte mit Fördermitteln des FWF und der Methode Light detection and ranging aus dem Flugzeug den Leitha-Raum zwischen Wiener Neustadt und Bruck an der Leitha um noch unbekannte Fundorte ausfindig zu machen (Einzelprojekt P18674cite-ref-2[2]), die Ergebnisse werden in einer Habilitationsschrift veröffentlicht. Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
SpĂ€ter unter den Römern lag das heutige Neufeld dann in der Provinz Pannonia, eine römische NebenstraĂe von Ădenburg (Skarbantia) ĂŒber Baden (Aquae) nach Wien (Vindobona) fĂŒhrte bei Neufeld-Ebenfurth ĂŒber die Leitha. Als Beginn der Neufelder Geschichte gilt der Streufund eines GeldstĂŒckes mit dem Bild von Kaiserin Faustina II. datiert auf 161 nach Christus. Einen weiteren Beleg menschlicher Anwesenheit in historischer Zeit stellt der Fund einer römischen MĂŒnze mit dem Bild von Kaiser Valentinian I. dar, er war Kaiser im Westen des römischen Imperiums von 364 bis 375.
Im FrĂŒhmittelalter kam es zu Reichsbildungen asiatischer Reitervölker wie das der Awaren die im 6. Jahrhundert Pannonien beherrschten und das der Ungarn, die ab dem spĂ€ten 9. Jahrhundert immer wieder EinfĂ€lle ĂŒber die LeithaĂŒbergĂ€nge bei Neudörfl und Neufeld-Ebenfurth durchfĂŒhrten (Wiener NeustĂ€dter Pforte).
Am 15. Juni 1246 fand wahrscheinlich am Neufelder Hotter die Schlacht an der Leitha statt, bei der Friedrich II. fiel, womit die Babenberger im Mannesstamm erloschen.
Am Neufelder Hotter wird zum ersten Mal im Jahr 1245 ein Kleindorf mit dem Namen Sebreth erwĂ€hnt, welches auch Seyfried, Seyfrieds, Sefred, Seibersdorf, Sifridsdorf, Seberstorff genannt wurde. Die Namensgebung ist nicht eindeutig geklĂ€rt, es kommen zwei Namensgeber in Frage Sebreth von Antaucite-ref-3[3] und Syffried von Haslowe. Sebreth wurde 1309 das letzte Mal urkundlich genannt und gehörte einem Zweig der ungarischen Adelsfamilie Osl. Eine meierhofartige Villa aus diesem Zeitraum wurde Ungerdorf (auch Ungardorf) genannt, die erste urkundliche Nennung datiert auf den 28. August 1290 und passierte im Zusammenhang mit der Ebenfurther Maut und Hilfeleistung gegen ungarische Angriffe. Beide Siedlungen wurden zur WĂŒstung.
Die Ă€lteste Nennung Das NeĂŒfeldt ist noch eine Riedenbezeichnung und findet sich im Hornsteiner Grundbuch.cite-ref-4[4]
Nachdem der Ungarische Reichstag in Pressburg die RĂŒckkehr der Herrschaft Hornstein zum Königreich Ungarn beschlossen hatte, lieĂ Franz III. Graf NĂĄdasdy ab dem 26. September 1647 den Reichsfreiherrn Rudolf von Stotzingen von seinen Söldnern vertreiben. Ein ungarisches Gericht sprach Franz III. am 3. Juni 1648 die Herrschaft gegen eine Zahlung von 150.000 Gulden zu, den Betrag erhielt Rudolf von Stotzingen 1650.
Bereits 1647/1648 sollen am Neufelder Hotter drei HĂ€user bestanden haben: Denn so ist zwischen Hornstain und Ebenfurth ein Dorf gestanden, so man aniezo im Werkh wieder zu stiften, gestalten dass bereiths 3 HeĂŒser wider erbauet worden.cite-ref-5[5] Der Hornsteiner Grundherr Graf Franz III. NĂĄdasdy legte die heutige Siedlung Neufeld auf einer Herrschaftsbreite des zur WĂŒstung verkommenen Ortes Ungerdorf an. Das frĂŒheste Neufeld bestand aus einem Kastell, einem bĂ€uerlichen Teil und einem Judenstadtl und war als Schmalangerdorf ausgefĂŒhrt. Als erste urkundliche ErwĂ€hnung gilt der 1. MĂ€rz 1651, in einem Ab- und Ausgabenrechnungsbuch der FĂŒrstlich EsterhĂĄzyschen Grundherrschaft wird fĂŒr Neufeld dieses Datum als Beginn einer Weinausschankgenehmigung genannt.cite-ref-6[6] Die Besiedlung ist mit Sicherheit frĂŒher anzunehmen, weil fĂŒr den 1. MĂ€rz 1651 Richter (~BĂŒrgermeister) und Geschworene (~GemeinderĂ€te) als bestehend angefĂŒhrt werden.cite-ref-7[7]
1653â1655 erfolgt die Ăbergabe der HĂ€user an portugiesische Juden. Bei einer Feststellung der bĂ€uerlichen Anwesen in Neufeld 1656 wurden 17 Ă€ltere und 10 jĂŒngere HĂ€user bzw. HofstĂ€tten gezĂ€hlt.
1666 trat NĂĄdasdy der Magnatenverschwörung bei, an deren Spitze er ab 1667 stand. Nach der Niederschlagung wurde er im Schloss Pottendorf â die Herrschaft Pottendorf hatte er 1665 gekauft â verhaftet und am 30. April 1671 wegen Hochverrates mit dem Schwert enthauptet. In Folge wurde die Herrschaft Hornstein fĂŒr das kaiserliche Kammergut eingezogen und an die Grafen Gottlieb von Windisch-Graetz, Georg SzĂ©chenyi und Michael von Althan verpfĂ€ndet.
Kohleabbau
1807 wurde mit dem Abbau von Lignitkohle begonnen. Die Jahresförderung 1808 betrug 3460 Centen (1 Centen = 56 kg). Die frische Kohle enthielt 25 % Grubenfeuchtigkeit, 16â20 % Asche und 5â6 % Schwefelkies. Durch den Schwefelkies entsteht beim Verbrennen Schwefelwasserstoff, der fĂŒr den Smog in Neufeld verantwortlich war. Die aus diesem Grund hohe Kindersterblichkeit erreichte in den 1920er Jahren ihren Höhepunkt, ein Viertel der Kinder erreichte das 14. Lebensjahr nicht.cite-ref-8[8]
Die Pferdeeisenbahn vom Kohleverladeplatz (heutiger Bahnhof) zum Knoten Ebenfurth nahm am 20. MĂ€rz 1872 ihren Betrieb auf. Am 28. Oktober 1879 wurde die Teilstrecke Ădenburg-Ebenfurth der ROEE eröffnet.
Zum Jahreswechsel 1903/1904 endete die erste Bergbauphase, die Produktion sank stetig und die Instandsetzungskosten fĂŒr die Wasserpumpe waren zu hoch, die Grube ersoff.
Die zweite Bergbauphase dauerte von 1916 bis 1932 und die Stilllegung erfolgte aus Ă€hnlichen GrĂŒnden wie bei der ersten Phase. Bis 1934 entstand aus den 1922/1923 zusammengewachsenen Gruben der Neufelder See (See I). Die dritte Bergbauphase begann 1948, mit Mitteln aus dem Marshallplan, das wirtschaftlich zu gewinnende Vorkommen war 1953 erschöpft. Aus dieser Grube entstand der Bauernsee (See II).
Siehe auch
:
Braunkohlebergbau Neufeld - Zillingtal - Pöttsching
Textilindustrie
Die Actiengesellschaft der ersten ungarischen Jute-Spinnerei und Weberei startete am 16. Oktober 1889 mit etwa 1000 Arbeitern und Arbeiterinnen die Produktion im Werk Neufeld â das Werk II wurde am 15. Februar 1899 eröffnet. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden die Erste österreichische Jutespinnerei und Weberei Wien, die Erste österr. Hanfspinnerei, Bindfaden- und Seilfabrik Pöchlarn -Lieser und Duschnitz und die Erste ungarische Jutespinnerei und Weberei in Neufeld zur Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft, kurz HITIAG, zusammengefĂŒhrt.
In den Jahren 1971/72 wurde die Jutespinnerei und -weberei in Neufeld stillgelegt und mit den verbliebenen Maschinen und einem deutschen Partner eine Fabrik zur Veredelung von Textilgarn eingerichtet, am Nachfolgebetrieb AUTEXA hielt die HITIAG 50 %. Am 31. Juli 1985 endete mit dem Konkurs der Firma AUTEXA die Existenz der Firma HITIAG in Neufeld.cite-ref-9[9] Teile der ehemaligen HITIAG-Werkshallen wurden bereits seit 1972 von Myrtle Mill der heutigen Ăsterreichischen Kuvertindustrie Ges.m.b.H. als Produktionsstandort genutzt, 1989 wurde diese Produktion nach Hirm verlegt.cite-ref-10[10]
Seit dem Ersten Weltkrieg
Nach dem Ersten Weltkrieg folgte fĂŒr Deutsch-Westungarn eine unruhige Zeit. Der Ausrufung der Republik Ăsterreich am 12. November 1918 folgte am 6. Dezember 1918 die Ausrufung der deutschen Republik Heinzenland (Westungarn mit der Hauptstadt Oedenburg) in Mattersburg. In Neufeld wurden Leutnant Erich Trenner von der Wiener NeustĂ€dter Stadtwehr und drei Mann, nach dem Versuch Gewehre, Munition sowie Handzettel zu verteilen neben der Verhaftung der Neufelder Gendarmen, Finanzwachebeamten und des Bahnhofsoffiziers, gefangen genommen und nach Oedenburg transportiert.cite-ref-11[11]
Am 23. MĂ€rz 1919 vereinigten sich die kommunistische und die sozialdemokratische Partei Ungarns zur UngarlĂ€ndischen sozialistischen Partei, das war der Beginn der ungarischen RĂ€terepublik. Neben der Propaganda gab es fĂŒr den ungarischen Grenzort Neufeld noch andere spĂŒrbare Folgen wie, die Beschlagnahmung des Braunkohlebergbaus, die VerhĂ€ngung einer vollstĂ€ndigen Grenzsperre am 3. April und die VerstĂ€rkung der Besatzung nach einer SchieĂerei der Volkswehrbereitschaft an der LeithabrĂŒcke im Mai. Nach der Abdankung der RĂ€teregierung am 27. Juli und einem kurzen sozialdemokratischen Intermezzo, das durch die Besetzung Budapests durch rumĂ€nische Truppen ein jĂ€hes Ende fand, erzwang die Entente am 6. August 1919 eine Konzentrationsregierung unter dem christlichsozialen Stephan Friedrich, dies war der Beginn der weiĂen Revolution.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname LaijtaĂșjfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zĂ€hen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den VertrĂ€gen von St. Germain und Trianon 1919 Ăsterreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegrĂŒndeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Neufeld an der Leitha wurde 1997 zur âStadtgemeindeâ ernannt (durch VO 23, Marktgemeinde 38/1987).
Seit 2001 ist die Stadt eine KlimabĂŒndnis Gemeinde. Gemeinsames Ziel der BĂŒndnispartner ist der Erhalt des globalen Klimas.
Bevölkerungsentwicklung
Die noch unter ungarischer Verwaltung durchgefĂŒhrten VolkszĂ€hlungen weisen fĂŒr Neufeld einen Anteil magyarischer Bevölkerung von 11,8 % (1900), 15,7 % (1910) bzw. 14,0 % (1920) aus. Nach der Angliederung des Burgenlandes an Ăsterreich sank dieser Anteil bis 1934 auf unter 5 %. 2001 zĂ€hlten sich 1,4 % der Bewohner als ungarischsprachig. Der Anteil der Kroaten betrug 1900 6,8 % bzw. 1910 5,4 % und sinkt bis 1923 auf 2,9 % ab. 2001 fĂŒhrten 1,5 % der Einwohner Kroatisch als Umgangssprache an (Wohnbevölkerung mit österreichischer StaatsbĂŒrgerschaft).
Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten
Siehe auch:
Liste der denkmalgeschĂŒtzten Objekte in Neufeld an der Leitha
âą Evangelische Pfarrkirche Neufeld an der Leitha: Ein neogotischer Sakralbau aus dem Jahr 1904 mit einem dreijochigen Kirchenschiff, einem Chor mit 5/8-Schluss und einem Dachreiter ĂŒber einer hohen Giebelfassade.
âą Katholische Pfarrkirche Neufeld an der Leitha hl. Michael: Die Kirche wurde 1967 erbaut.
⹠Wahrzeichen Feldkapelle: Eine erste urkundliche ErwÀhnung erfolgte 1760 und die Feldkapelle gehört zu den Àltesten noch erhaltenen Bauten in Neufeld.
âą Uhrturm-Denkmal: Der Uhrturm der ehemaligen HITIAG wurde nach dem Abbruch derselben im September 1997 als Denkmal errichtet. Der Uhrturm wurde so dargestellt, als ob die gesamte Fabrik versunken wĂ€re und nur noch derselbe hervorragen wĂŒrde. Das Denkmal soll kommende Generationen an die industrielle BlĂŒtezeit der ehemaligen Industriehochburg Neufeld erinnern.
⹠1. BurgenlÀndisches BÀckereimuseum: Das MuseumsgebÀude dient schon aus einer Zeit vor 1899 bis heute als BÀckerei. Die zur Schau gestellten ArbeitsgerÀte stammen aus dem Zeitraum von Ende des 19. Jahrhunderts bis etwa 1955.
âą Kreuzweg: Er wurde von den Neufelder Ratsch'nbuam errichtet und fĂŒhrt vom Marterl bis zur Feldkapelle mit insgesamt 15 Stationen, die Einweihung erfolgte am 29. Juni 2005. Die ersten 14 Stationen orientieren sich an der traditionellen Darstellung, wĂ€hrend die letzte Station die im 20. Jahrhundert aufgekommene Auferstehung Jesu Christi aus dem Grabe zeigt.
âą DreifaltigkeitssĂ€ule: mit der Inschrift: âEhre sei Gott in der Höheâ; flankiert vom Heiligen Antonius (links) und dem Heiligen Franziskus (rechts); trĂ€gt auf der RĂŒckseite die Inschrift Gebaut 1900
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
âą Bahn: Der Neufelder Bahnhof ist Teil der Verbindung GyĆr-Sopron-Ebenfurth (Raab-Ădenburg-Ebenfurth) und wird von der Raaberbahn AG betrieben. Es fahren ZĂŒge der Regionalexpresslinie 6 nach Deutschkreutz und Bratislava-PetrĆŸalka ĂŒber Wien. Diese fahren im Stundentakt, am Morgen und Abend fahren diese auch halbstĂŒndlich zum Wiener Hauptbahnhof.
âą StraĂe: Die Regionalbusse (562/563) der Wiener NeustĂ€dter Stadtwerke stellen eine alternative, öffentliche Verbindung zwischen Wiener Neustadt und Eisenstadt dar. Durch die Anschlussstelle 30 (Hornstein) ist eine gute Anbindung an die SĂŒdost Autobahn (A3) gegeben.
AnsÀssige Unternehmen
Das Unternehmen J. Medinger & Söhne startete hier 1886 mit der Produktion von Wein(stein)sĂ€ure und Ammoniak fĂŒr die Weinbauindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die GebĂ€ude fast vollstĂ€ndig zerstört und nach dem Wiederaufbau spezialisierte man sich auf die Herstellung von Fluorkohlenwasserstoffe. Seit 1983 kooperierte das Unternehmen mit der Werft Chemie Austria und von 1984 an mit der Waldheim Pharmazeutika GmbH.
Die 1990 gegrĂŒndete Sanochemia Pharmazeutika AG hat heute hier ihren Synthese- und Produktionsstandort. In den beiden Werken in Neufeld werden seit dem Umbau im Jahr 2010 hauptsĂ€chlich flĂŒssige Medikamente und sterile Cremen und Salben hergestellt,cite-ref-12[12] die Mitarbeiterzahl betrĂ€gt 120 im Dreischichtbetrieb (Stand 2019).
Im 20. Jahrhundert war hier direkt neben der Chemieprodukte-Fabrik die HITIAG (Hanf-, Jute- und Textilindustrie-Aktiengesellschaft) ansĂ€ssig und bis zur Stilllegung derselben wurde hier mit bis zu 1988 Mitarbeitern (Höchststand, im Jahr 1928) produziert. Die Produktionshallen wurden 1996/97 abgebrochen und heute erinnert das âUhrturm-Denkmalâ an diese Industrie-Ăra.
Bildung
âą Kindergarten: Der Neufelder Kindergarten fĂŒhrt sechs Gruppen und eine Kinderkrippe.
âą Volksschule: Die Lollipop Volksschule mit der Schulkennzahl 103101 fĂŒhrt acht Klassen. Das Maskottchen ist âMr. Lollipopâ, ein grĂŒner Drache mit einem Dauerlutscher. Die Neufelder Volksschule setzt ihren Schwerpunkt auf Projektorientierung und Teamarbeit. Soziales Lernen und Inklusion werden groĂ geschrieben. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an den Unterricht ein nahegelegenes Tagesheim zu besuchen, wo ca. 75 PlĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen.
âą Hauptschule: Die ICT-HS Neufeld des Ortes mit der Schulkennzahl 103012 fĂŒhrt acht Klassen und wurde in eine Neue Mittelschule umgewandelt, der Schwerpunkt liegt auf Informatik.
Sport
âą Schachklub Neufeld-Steinbrunn â Die Wurzeln des ASKĂ Schachklub Neufeld/Steinbrunncite-ref-13[13] liegen im Neufelder Arbeiterschachklub der 1. Republik. Die NeugrĂŒndung erfolgte im Jahr 1959. Meisterschaftsteilnahme in NĂ â 1. Klasse SĂŒd bis 1964. GrĂŒndung des BurgenlĂ€ndischen Schachverbandes im Jahre 1965 unter maĂgeblicher Teilnahme Neufelder FunktionĂ€re. Fusion mit der Nachbargemeinde Steinbrunn im Jahr 1987; sechsmaliger Landesmannschaft- und viermaliger Einzelmeisterschaftsgewinner. Derzeit Teilnahme mit drei Mannschaften an der BurgenlĂ€ndischen Mannschaftsmeisterschaftcite-ref-14[14]cite-ref-15[15]
âą FuĂball-Club ASV Neufeld â Der ArbeiterSport Verein Neufeld wurde im Jahr 1923 gegrĂŒndet und ist aus der sozialistischen Jugendbewegung hervorgegangen. Die erste GrĂŒndung des Arbeitersportvereines Neufeld fand im Jahr 1895 statt. Der ASV nahm an der Staatsliga B (1952/53) teil und beendete diese Meisterschaft auf dem letzten Platz. In der Saison 1972/1973 endete der prĂ€gende Einfluss des ASV auf den burgenlĂ€ndischen FuĂball, aktuell spielt der ASV in der 2. Klasse Nord. Seit 2015 veranstaltet der ASV Neufeld jĂ€hrlich das internationale âGeza Gallos Nachwuchs-Gedenkturnierâ fĂŒr U8- und U10-Mannschaften.
âą Tennis-Club TC Neufeld â Der Tennisclub Neufeld wurde am 25. Mai 1959 gegrĂŒndet.cite-ref-16[16]cite-ref-17[17] Der Verein stellte in den vergangenen Jahren mehrmals den Landesmeister sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Es werden auch alljĂ€hrlich verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel die âSeen-Trophyâ durchgefĂŒhrt. Die Herrenmannschaft spielt aktuell in der Landesliga B.cite-ref-18[18]
⹠Tauchen wird im Neufelder See ganzjÀhrig betrieben.
âą Neufelder Triathlon â Dies ist seit 1988 eine der Ă€ltesten österreichischen Triathlon-Sportveranstaltungen und am Ufer des Neufelder See wurden in den vergangenen Jahren schon mehrfach die Staatsmeisterschaften ausgetragen.
âą Leitharadweg â Der 61 km lange Weg fĂŒhrt am Neufelder See und am Bauernsee vorbei.
⹠Erlebnisarena Neufeldersee: Vier Rundwege mit unterschiedlichen LÀngen von 1,5 km bis 11,9 km im Raum Neufeld. Die Eröffnung erfolgte am 26. Oktober 2024.
Politik
Gemeinderat
Gemeinderatswahl
%
80
70
60
50
40
30
20
10
0
71,76 %
(â1,29
%p
)
13,50 %
(â2,59
%p
)
9,00 %
(â7,00
%p
)
5,75 %
(
n. k.
%p
)
SPĂ
ĂVP
FPĂ
GRĂNE
2017
ï»ż
ï»ż
ï»ż
ï»ż
2022
ï»ż
ï»ż
ï»ż
ï»ż
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 23 Mitglieder.
| Partei | 2022 [ 19 ] | 2022 [ 19 ] | 2022 [ 19 ] | 2017 [ 20 ] | 2017 [ 20 ] | 2017 [ 20 ] | 2012 [ 21 ] | 2012 [ 21 ] | 2012 [ 21 ] | 2007 [ 22 ] | 2007 [ 22 ] | 2007 [ 22 ] | 2002 [ 23 ] | 2002 [ 23 ] | 2002 [ 23 ] | 1997 [ 23 ] | 1997 [ 23 ] | 1997 [ 23 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sti. | % | M. | Sti. | % | M. | Sti. | % | M. | Sti. | % | M. | Sti. | % | M. | Sti. | % | M. |
| SPĂ | 1324 | 71,76 | 19 | 1285 | 73,85 | 18 | 1210 | 74,01 | 18 | 1058 | 67,95 | 17 | 1284 | 74,05 | 18 | 795 | 50,51 | 12 |
| ĂVP | 249 | 13,50 | 3 | 280 | 16,09 | 3 | 307 | 18,78 | 4 | 304 | 19,52 | 5 | 339 | 19,55 | 4 | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert |
| FPĂ | 166 | 9,00 | 2 | 175 | 10,06 | 2 | 118 | 7,22 | 1 | 109 | 7,00 | 1 | 111 | 6,40 | 1 | 451 | 28,65 | 6 |
| GrĂŒne | 106 | 5,75 | 1 | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | 60 | 3,85 | 0 | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert |
| LINKE | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | 26 | 1,67 | 0 | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert |
| VP neu | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | nicht kandidiert | 328 | 20,84 | 5 |
| Wahlberechtigte | 3088 | 3088 | 3088 | 2789 | 2789 | 2789 | 2774 | 2774 | 2774 | 2704 | 2704 | 2704 | 2590 | 2590 | 2590 | 2341 | 2341 | 2341 |
| Wahlbeteiligung | 63,54 % | 63,54 % | 63,54 % | 67,48 % | 67,48 % | 67,48 % | 65,61 % | 65,61 % | 65,61 % | 62,24 % | 62,24 % | 62,24 % | 72,24 % | 72,24 % | 72,24 % | 74,50 % | 74,50 % | 74,50 % |
Stadtrat
BĂŒrgermeister
Michael Lampel (SPĂ) ist BĂŒrgermeister der Stadtgemeinde.cite-ref-26[26] Er trat am 6. Dezember 2006 die Nachfolge von Gottfried Koos (SPĂ) an, der seit 2000 der Stadtgemeinde vorstand.cite-ref-27[27] Bei der BĂŒrgermeisterdirektwahl wurde Lampel mit 79,95 % in seinem Amt bestĂ€tigt. Er erhielt damit mehr um 6,10 % Stimmen als seine Partei. Seine beiden Mitbewerber Peter Fink (ĂVP) und Christian Kerper (FPĂ) erhielten 13,42 % bzw. 6,63 %.cite-ref-grw2017-20-1[20]
Bei der Wahl 2022 wurde Michael Lampel mit 79,58 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang als BĂŒrgermeister bestĂ€tigt.cite-ref-0-19-1[19]
Chronik der BĂŒrgermeister
| von | bis | Name | Partei | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| 1923 | 1930 | Franz Schön | SDAP | |
| 1930 | 1934 | Karl Hammer | SDAP | |
| 1934 | 1938 | Johann Bella | VF | StÀndestaat, Diktatur |
| 1938 | 1938 | Franz Angerer | VF | StÀndestaat, Diktatur |
| | | Michael Deutsch | NSDAP | Ortsgruppenleiter , [ 28 ] Diktatur |
| 1945 | 1946 | Franz Ertl jun. | KPĂ | Ortskommandantur Ebenfurth |
| 1946 | 1950 | Josef Lechner | KPĂ | Parteienvereinbarung |
| 1950 | 1972 | Josef Csech | SPĂ | |
| 1972 | 1980 | Wilhelm Lajos | SPĂ | |
| 1980 | 1987 | Franz Mikulits | SPĂ | |
| 1987 | 2000 | Mario de Martin | SPĂ | |
| 2000 | 2006 | Gottfried Koos | SPĂ | |
| seit 2006 | seit 2006 | Michael Lampel | SPĂ | |
Politische Entwicklung
Der 1. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei des Burgenlandes fand am 17. Mai 1922 in Neufeld statt.
BĂŒrgermeister Franz Schön ĂŒbergab sein Amt am 25. Mai 1930 (nach unbewiesenen KorruptionsvorwĂŒrfen) an Karl Hammer. Die letzte demokratische Gemeinderatswahl fand am 3. Mai 1931 statt, die KPĂ konnte auf Kosten der SPĂ zulegen.
Als Folge des Februaraufstandes wurde die Sozialdemokratische Partei mitsamt all ihren Teilorganisationen und ihr nahestehenden Vereinen aufgelöst und jede TĂ€tigkeit im Sinne der Sozialdemokratie fĂŒr illegal erklĂ€rt. Alle gewĂ€hlten Abgeordneten, Mandatare und AmtstrĂ€ger der SDAP wurden abgesetzt, und durch christlichsoziale Politiker bzw. Vertreter der VaterlĂ€ndischen Front ersetzt. Am 28. August 1934 wurde Josef Bella durch ernannte GemeinderĂ€te zum BĂŒrgermeister gewĂ€hlt.
Franz Angerer, der letzte BĂŒrgermeister im StĂ€ndestaat löste Johann Bella ab und amtierte kaum einen Monat lang, seine Amtszeit endete mit der militĂ€rischen Besetzung Ăsterreichs am 12. MĂ€rz 1938 durch die Wehrmacht. Am 10. April 1938 fand eine Volksabstimmung ĂŒber den bereits vollzogenen Anschluss statt, das Gemeindeergebnis zeigt keine nennenswerte Abweichung vom Gesamtergebnis 1692 Abstimmende von 1707 Stimmberechtigten â nur Ja-Stimmen. Neufeld wurde wie das ganze nördliche Burgenland per Reichsgesetz am 15. Oktober 1938 Niederösterreich â dem spĂ€teren Reichsgau Niederdonau â zugeschlagen. Der Aufbau der Verwaltung wurde durch das Ostmarkgesetz vom 14. April 1939 geregelt, damit ergab sich gemÀà NSDAP-Struktur eine Zuordnung der Gemeinde Neufeld an der Leitha zum Kreis Eisenstadt im Reichsgau Niederdonau.
Sowjetische Truppen besetzten â nach kurzem Kampf â am 1. April 1945 um 16:30 Uhr Neufeld. KPĂ und SPĂ bildeten am 4. April 1945 die erste Gemeindeverwaltung Neufelds, die der Ebenfurther Ortskommandantur untergeordnet war. Die ĂVP erhielt am 31. Juli 1945 zwei Mandate in der provisorischen Gemeindeverwaltung in der damit drei Parteien vertreten waren. Bei der Nationalratswahl am 25. November erhielt die KPĂ nur 5 % der Stimmen â in Neufeld waren es 14,81 % von 1263 gĂŒltigen Stimmen. Josef Lechner (KPĂ) wurde am 2. Juli 1946 neuer BĂŒrgermeister und folgte damit Franz Ertl jun. nach VizebĂŒrgermeister wurde Josef Csech (SPĂ), der Gemeinderat wurde auf Basis einer Parteienvereinbarung zusammengesetzt. Am 17. August 1950 trat Josef Lechner von seinem Amt zurĂŒck, interimistischer Nachfolger war Josef Csech der auch nach der kurz darauffolgenden Gemeinderatswahl BĂŒrgermeister blieb. Am 26. November 1950 fand die erste freie und demokratische Gemeinderatswahl seit dem 3. Mai 1931 statt. Das Ergebnis in Mandaten war: SPĂ 13, ĂVP 3 und KPĂ 1, signifikant ist, dass die KPĂ bei dieser Wahl alle 13 BĂŒrgermeisterposten im Burgenland verlor. Am 8. September 1972 wurde Josef Csech im Gemeinderat verabschiedet, er war der am lĂ€ngsten dienende BĂŒrgermeister Neufelds.
Nachdem die Mandatszahl von 17 auf 21 erhöht wurde lautete die Verteilung nach der Gemeinderatswahl vom 29. Oktober 1972: SPĂ 15, ĂVP 5, KPĂ 1, neuer BĂŒrgermeister wurde Wilhelm Lajos. Bei der Wahl am 23. Oktober 1977 wanderte das Mandat der KPĂ zur ĂVP damit wurde das bisher historisch beste Ergebnis der ĂVP eingefahren. Am 25. Oktober 1979 kam es zu Angriffen auf den BĂŒrgermeister aus der eigenen Fraktion, am 2. Oktober folgte ein Misstrauensantrag der SPĂ-Fraktion gegen Lajos, der den RĂŒcktrittsaufforderungen aus den eigenen Reihen nicht nachgekommen war, dieser wurde im Gemeinderat abgelehnt (8 dagegen, 8 dafĂŒr, 3 Enthaltungen). Am 14. April 1980 wurde BĂŒrgermeister Wilhelm Lajos â der mittlerweile aus der SPĂ ausgeschlossen war â durch einen Misstrauensantrag gestĂŒrzt, mit 13 gegen 8 Stimmen.cite-ref-29[29]
Franz Mikulits wurde am 24. April 1980 gegen die Stimmen der ĂVP zum BĂŒrgermeister gewĂ€hlt, damit endete die LĂ€hmung des Gemeinderates. Bei der folgenden Gemeinderatswahl (24. Oktober 1982) wanderte ein Mandat von der ĂVP zur SPĂ, Franz Mikulits wurde wiedergewĂ€hlt â dieser kĂŒndigte am 2. JĂ€nner 1987 seinen RĂŒcktritt an. Der Gemeinderat wĂ€hlte Mario de Martin am 26. JĂ€nner zum Nachfolger. Nach der Gemeinderatswahl vom 25. Oktober 1987 (SPĂ 16, ĂVP 5) wurde Mario de Martin vom Gemeinderat am 5. November mit fĂŒnf Enthaltungen zum BĂŒrgermeister gewĂ€hlt. Bei der Gemeinderatswahl vom 18. November 1992 wurde zum ersten Mal der BĂŒrgermeister in Direktwahl ermittelt, de Martin konnte sich mit 80,87 % durchsetzen, im Gemeinderat waren die Mandate: SPĂ 19, ĂVP 4.
Die Neufelder Ortsgruppe der FPĂ konstituierte sich am 17. Februar 1997. BĂŒrgermeister Mario de Martin wurde am 5. Oktober 1997 wiedergewĂ€hlt, die FPĂ schaffte den Einstieg in den Gemeinderat mit sechs Mandaten (SPĂ 12, FPĂ 6, ĂVP 5). Mario de Martin trat am 25. Februar 2000 zurĂŒck, VizebĂŒrgermeister Gottfried Koos wurde mit der WeiterfĂŒhrung der AmtsgeschĂ€fte beauftragt, bei der BĂŒrgermeisterdirektwahl am 18. Juni konnte er sich mit 62,3 % durchsetzen. Die Wahlen vom 6. Oktober brachten eine deutliche BestĂ€tigung von BĂŒrgermeister Koos mit einem Stimmenanteil von 85,13 % auch die FPĂ verlor fĂŒnf Mandate und die ĂVP eines, diese gingen alle zur SPĂ, damit ergab sich eine neue Aufteilung: SPĂ 18, ĂVP 4 FPĂ 1. Nach dem RĂŒcktritt von Gottfried Koos am 15. November 2006 wurde Michael Lampel in geheimer Wahl mit 22 Ja-Stimmen (keine Nein-Stimme) zum neuen BĂŒrgermeister gewĂ€hlt, bei der Direktwahl 2007 erhielt er 80,97 % der Stimmen.
Im September 2022 wurde das Rathaus von Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf und BĂŒrgermeister Michael Lampel nach einem Umbau neu eröffnet. Mit dem Umbau wurde das ehemalige Bank Burgenland GebĂ€ude mit dem Rathaus vereint. Insgesamt wurden rund drei Millionen Euro fĂŒr den Umbau investiert.cite-ref-30[30]
Wappen
Das Wappen ist in den Ortsfarben Blau-Gold-Rot gehalten.
Blasonierung: âIm Schild (Siegelfeld) auf einem Boden die stehende Figur des hl. Erzengels Michael (Kirchenpatron) in der Tracht eines römischen LegionĂ€rs. Der Heilige trĂ€gt in der Rechten ein Flammenschwert, in der Linken eine Seelenwaage. Aus dem Boden wĂ€chst rechts von der Figur eine Blume.âcite-ref-31[31]
Persönlichkeiten
âą Hans Bögl (1899â1974), österreichischer Politiker (SPĂ), Landeshauptmann des Burgenlandes, Abgeordneter zum Nationalrat (IX. GP)
âą Franz Erntl (1902â1990), Maler
âą Geza Gallos (1948â2013), FuĂballspieler
âą Walter Hofer (1940â2004), Politiker (SPĂ), Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich
âą Herbert W. König (1908â1985), österreichischer Physiker und Elektroingenieur, Pionier der Mikrowellentechnik und des Lasers in Ăsterreich
âą Egon Kollarik (* 1957), österreichischer SportschĂŒtze, 3 Ă Europameister, 1 Ă Weltmeister, 4 Ă Vizeweltmeistercite-ref-32[32]
âą Josef KĂłtay (1909â1980), burgenlĂ€ndischer MilitĂ€rkapellmeister
âą Ludwig Leser (1890â1946), österreichischer Politiker (SPĂ) und Landeshauptmann des Burgenlands
âą JĂŒrgen Mansberger (* 1988), österreichischer FuĂballspieler
âą Franz Mikulits (1949â2018), österreichischer Politiker (SPĂ), Abgeordneter zum BurgenlĂ€ndischen Landtag 1983â1987
âą Franz Schön (1893â1957), österreichischer Politiker (SDAP), Abgeordneter zum Nationalrat (I. GP)
âą Fred Sinowatz (1929â2008), österreichischer Historiker, SPĂ-Politiker, Minister fĂŒr Unterricht und Kunst, 1983 bis 1986 Bundeskanzler von Ăsterreich
âą Hanna Sturm (1891â1984), österreichische WiderstandskĂ€mpferin
âą Hans Wastl (1916â1986), österreichischer Politiker (SPĂ), Landeshauptmannstellvertreter des Burgenlandes, Mitglied des Bundesrates (1949â1953), Abgeordneter zum Nationalrat (X. GP)
⹠Oliver Wimmer (* 1991), österreichischer Musiker und Starmania-Gewinner 2009
Literatur
âą Albert G. Absenger: 350 Jahre Neufeld. Eine chronikartige Geschichtsdarstellung. Stadtgemeinde Neufeld an der Leitha, Neufeld an der Leitha 2002.
âą Albert Gernot Absenger: Chronik Neufeld III. Verdichtung der gesamten Ortshistorie als Folge- und Erweiterungsband von Lang- und Kurzfassung der 2002 erschienenen chronikartigen Darstellung, Stadtgemeinde Neufeld an der Leitha, Neufeld an der Leitha 2007.
âą Reinhold Arthofer: Festschrift 100 Jahre Evangelische Kirche A.B. Neufeld an der Leitha. 1904â2004. Selbstverlag der Evangelischen Pfarrgemeinde Eisenstadt, Eisenstadt 2004, ISBN 3-85374-368-4.
âą Peter Krajasich: Die jĂŒdische Bevölkerung von Eisenstadt und Neufeld im Jahre 1735. In: Hanns Schmid (Hrsg.): Urgeschichte â Römerzeit â Mittelalter. Band 2: Festschrift Alois-J. Ohrenberger. Amt der BurgenlĂ€ndischen Landesregierung, Abteilung 7, Landesmuseum, Eisenstadt 1985, ISBN 3-85405-095-X (= Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland. Band 71). S. 241â248, zobodat.at [PDF]
âą Harald Prickler: Zur FrĂŒhgeschichte der Neufelder Industrie. Amt der BurgenlĂ€nd. Landesregierung, Abt. 7 â Kultur, Wiss. und Archiv, Hauptreferat Landesarchiv und Landesbibliothek, Eisenstadt 2008, ISBN 978-3-901517-59-4 (= BurgenlĂ€ndische Forschungen 97).
Weblinks
Commons
: Neufeld an der Leitha
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Seite der Gemeinde
âą 10309 â Neufeld an der Leitha. Gemeindedaten der Statistik Austria
Einzelnachweise
cite-note-11. â Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenlĂ€ndisch-pannonischen Raum. BurgenlĂ€ndisch-Hianzische Gesellschaft, OberschĂŒtzen 2008, S. 86.
cite-note-22. â LIDAR-gestĂŒtzte archĂ€ologische Prospektion. Institut fĂŒr Ur- und FrĂŒhgeschichte der UniversitĂ€t Wien, abgerufen am 14. September 2019.
cite-note-33. â Allgemein Landestopographie des Burgenlandes, III. Band, Der Verwaltungsbezirk Mattersburg, Eisenstadt 1981, S. 350
cite-note-44. â Familienarchiv EsterhĂĄzy, Prot. 683, Hornsteiner Grundbuch von 1624, Folio 399.
cite-note-55. â Ungarisches Staatsarchiv, Familienarchiv EsterhĂĄzy, FĂŒrstliche Linie, Rep. 11, Fasc. A Nr. 6, Uet, C87/25
cite-note-66. â FĂŒrstlich EsterhĂĄzysches Archiv Forchtenstein, Amtsprotokolle, Protokoll 6822
cite-note-77. â Absenger Albert Gernot, Chronik Neufeld III, Neufeld 2007, S. 20.
cite-note-88. â Chronik Neufeld III, Neufeld an der Leitha 2007, S. 75.
cite-note-99. â Absenger Albert Gernot, Chronik Neufeld III, Neufeld 2007, S. 223.
cite-note-1010. â Geschichte der ĂKI Abruf am 1. Juni 2012.
cite-note-1111. â Chronik Neufeld III, Neufeld an der Leitha 2007, S. 101 f.
cite-note-1212. â Sanochemia auf Expansionskurs, ORF Burgenland vom 21. Juni 2019, abgerufen am 29. August 2025.
cite-note-1313. â Zentrales Vereinsregister Abruf am 4. Juni 2010.
cite-note-1414. â WebprĂ€senz des Schachklubs Neufeld-Steinbrunn Abruf am 4. Juni 2010.
cite-note-1515. â BurgenlĂ€ndischer Schachverband Abruf am 4. Juni 2010.
cite-note-1616. â Zentrales Vereinsregister Abruf am 4. Juni 2010.
cite-note-1717. â Chronik Neufeld III, Neufeld an der Leitha 2007, S. 197.
cite-note-1818. â BurgenlĂ€ndischer Tennisverband Abruf am 26. JĂ€nner 2013.
cite-note-0-1919. Gemeinderatswahlen 2022-10-02. Land Burgenland, abgerufen am 29. Oktober 2022.
cite-note-grw2017-2020. Land Burgenland: Wahlergebnis Neufeld an der Leitha2017 (abgerufen am 15. Dezember 2017).
cite-note-grw2012-211. Land Burgenland: Wahlergebnis Neufeld an der Leitha2012 (abgerufen am 15. Dezember 2017).
cite-note-grw2007-222. Land Burgenland: Wahlergebnis Neufeld an der Leitha2007 (abgerufen am 15. Dezember 2017).
cite-note-grw2002-233. Land Burgenland: Wahlergebnis Neufeld an der Leitha2002 (abgerufen am 15. Dezember 2017).
cite-note-2424. â VizebĂŒrgermeister. Neufeld an der Leitha, abgerufen am 29. Oktober 2022.
cite-note-2525. â StadtrĂ€te. Neufeld an der Leitha, abgerufen am 29. Oktober 2022.
cite-note-2626. â Stadtgemeinde Neufeld an der Leitha: Brgermeister (abgerufen am 15. Dezember 2017).
cite-note-2727. â âNeue Gemeinde â Mitteilungsblatt des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbands Burgenlandâ Nr. 1/2007: Neue KandidatInnen (PDF-Dokument, S. 6; abgerufen am 15. Dezember 2017).
cite-note-284. Chronik Neufeld III, Neufeld an der Leitha 2007, S. 186.
cite-note-2929. â Chronik Neufeld III, Neufeld an der Leitha 2007, S. 215.
cite-note-3030. â Neues Rathaus in Neufeld wurde feierlich eröffnet. In: meinbezirk.at. 30. September 2022, abgerufen am 1. Oktober 2022.
cite-note-3131. â BurgenlĂ€ndische Landesregierung (Hrsg.): Allgemeine Landestopographie des Burgenlandes, 2. Band (2. Halbband), Eisenstadt 1963, S. 771.
cite-note-3232. â Neufelder Rundschau Ausgabe 1, Neufeld an der Leitha April 2010, S. 19.